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Kunst

Manifesto von Julian Rosefeldt mit Cate Blanchett

Februar 16, 2016 — by Juli Tributs0

Manifesto. Eine Multi-Screen Film Installation von Julian Rosefeldt. Cate Blanchett spielt in 13 verschiedenen Rollen die Manifestos der Kunstwelt des 20 Jahrhunderts.

Manifesto ist derzeit zu sehen im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin und im Australian Centre for the Moving Image in Melbourne.

Die Installation ist atemberaubend. Mit Manifesto überschreitet Julian Rosefeldt die Grenzen der Kunst: Sein Werk ist Film- und Performancekunst mit der wandlungsfähigen Cate Blanchett in allen Hauptrollen. Ist Videoinstallation, skulpturale Bilderkomposition, die in der Gesamtheit erlebt absolut beeindruckend ist. Ist Textcollage, weil Manifeste von Karl Marx, Kandinsky, André Breton, Louis Aragon, Jim Jarmusch und vielen anderen Künstlern des letzten Jahrhunderts in Szene gesetzt werden.  Ist politisches Statement, weil modellhaft heutige Erscheinungsformen der Gesellschaft abgebildet (Cate Blanchett ist Obdachloser, Börsenmaklerin, Arbeiterin in einer Müllverbrennungsanlage, Geschäftsführerin auf einem privaten Empfang, Tätowierte Punkerin, Wissenschaftlerin, Trauerrednerin, Puppenspielerin, Konservative Mutter mit Familie, Nachrichtensprecherin und Reporterin sowie Lehrerin) und durch die Manifeste in Frage gestellt, gespiegelt oder einfach kommentiert werden.

Julian Rosefeldt saugt alle Eindrücke aus der Welt auf, ist inspiriert vom Film, von der Kunst in all ihren („mus“-)Erscheinungsformen des Situationismus, Futurismus, Dadaismus, Surrealismus, Kreationismus, Konstruktivismus, Minimalismus Konzeptionismus und schafft daraus etwas Neues, ganz Eigenes und noch nie Dagewesenes.

Die Bilderwelt beginnt mit dem Manifest von Karl Marx, als Prolog, Im Video als brennende Zündschnur in Szene gesetzt. So in etwa -glühend, verglühend- war es wohl mit dem Kommunistischen Manifest. Aber selbst verglüht springen noch Funken…  Gleich daneben begegnet uns Cate Blanchett als „Homeless man“, spricht die Manifeste des Situationsmus, hoch über der Stadt Berlin auf dem Teufelsberg, auf dem sich früher die Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte befand. Man muss es im Ganzen und sicher auch mehrfach sehen, um die vielen Ebenen der Kunst zu erfassen. Hier ein kleiner Einblick:

Manifesto von Julian Rosefeldt mit Cate Blanchett
Cate Blanchett als Obdachloser – Szene aus Manifesto von Julian Rosefeldt

Beeindruckend ist Cate Blanchett als Grabrednerin in dem Video, in dem der Dadaismus und alle gesellschaftlichen Grundfesten zu Grabe getragen wird (no more democrats, no more bourgeoise…, no more armies, no more police … – nothing nothing nothing). Dazu gibt es Trauermarsch und Mafiamusik. Hier werden alle Sinne angesprochen.

Manifesto von Julian Rosefeldt mit Cate Blanchett
Cate Blanchett als Trauerrednerin – Szene aus Manifesto von Julian Rosefeldt

Und so geht spannend geht es weiter, jedes Video zeigt eine andere Welt. Cate Blanchett ist der Star aller Videos. Ihr hat Julian Rosefeldt die Szenen auf den Leib geschrieben. Die Verbindung beider Künstler ist kongenial. Es ist kaum vorstellbar, wie eine einzige Schauspielerin in so vielen Rollen so hundertprozentig echt die jeweiligen Charaktere verkörpert, den richtigen Ton, die richtige Nuance trifft. Und das in nur 12 Drehtagen. Die Kulissen sind perfekt für den Charakter inszeniert, das geht weit über Filmkunst hinaus, ist Bühnenbild- und bildende Kunst und hochästhetisch.

Manifesto ist eine Reminiszenz an Vordenker, politische Philosophen, Künstler, Andersdenkende. Julian Rosefeldt transferiert Kunst von früher ins Heute, zeigt, dass es vor jeder Idee schon eine andere Idee  gab. So entwickelt sich Leben, so entwickelt sich Kunst, und aus Kunst wird wieder Kunst.

Manifesto von Julian Rosefeldt ist ein Must. Daher auf nach Berlin und rein in die Warteschlange vor dem Hamburger Bahnhof (noch bis zum 10.Juli 2016). Zu sehen ist ein Jahrhundertwerk.

KunstLiteraturTheater News

Rocko Schamoni im Münchner Volkstheater bei den Süd-Punks

November 22, 2015 — by Juli Tributs0

Rocko Schamoni im Münchner Volkstheater

Münchner Volkstheater, Samstagabend, 21.11.2015, 20 Uhr. Schon am Publikum im Foyer erkennt man – es findet wohl irgendwas hippes, cooles statt, wenngleich für die gehobene Altersklassse (E30/Ü40 und – wie wir später erfahren – lauter Punks… die andere Hälfte des Publikums besteht aus der Verwandtschaft von Rocko aus der Nähe von Weilheim).

München kann sich glücklich schätzen: Es ist Station von Rocko Schamoni’s Europatournee, die vorvorgestern in Leipzig begann, vorgestern in Regensburg ihren Peak hatte und gestern in München endete. Dementsprechend erschöpft ist Rocko, musste doch sowohl der Beginn als auch die Halbzeit gebührlich gefeiert werden. Er kuriert sich daher auf der Bühne mit Tegernseer. Und als bekennender Antinichtraucher gibt es später auch ein Zigarettchen. Die Show meistert der „King“ dann trotz der behaupteten Jämmerlichkeit mit Bravour. Er beglückt die Süd-Punks (das weiß doch jeder, dass München die Süd-Punkstadt ist :-)) mit Lesungen alter und neuer Texte, launigen kleinen Reflektionen über sich und  das Leben und macht dazwischen Musik mit seiner Band (zu der noch Tex Matthias Strzoda gehört und eine über Skype aus Hamburg eingespielte Hintergrundband, mal mit Ringo Starr mal mit Meik Jägger oder Elvis besetzt… ).

Rocko Schamoni ist ein smarter, lustiger und unterhaltsamer Entertainer. Einer, dem man stundenlang dabei zuhören und zusehen kann, wenn es aus ihm heraus sprudelt. Z. B. über die Dummheit in ihren verschiedenen Erscheinungsformen: zahlendumm (Rocko selbst), kunstdumm (die meisten anderen außer Rocko), sprachdumm (Männer im allgemeinen), raumdumm (Frauen im allgemeinen, weshalb es auch so schwierig mit den Männern und Frauen ist, denn der sprachdumme Mann kann der raumdummen Frau den Weg aus der Raumverirrung schlicht nicht erklären… naja, nicht alles ist hochgeistig, aber es läuft leicht runter auf der Showbühne und ist amüsant unterhaltsam).

Der Abend handelt aber auch davon, wie man dem Leben standhält („Wir müssen eine Mauer bauen, eine Mauer im Kopf…“), wie die Macht uns verändert („Angela“), man trotz Depressionen weitermachen (Lassie Singers) und selbst dann, wenn Dinge herunterfallen oder man wieder mal eine Teetasse umgeschmissen hat, sagen kann: egal, das Leben geht weiter…

Kostenprobe (Mauern):

Kostprobe (Angela)

Musikalisch erinnert Rocko Schamoni an vergangene Songs von Wegbegleitern, die weiterleben sollen. Er spielt u.a. den wunderbar depressiven Song der Lassie Singers  (heute gibt es davon nur noch Christiane Rösinger, die auch immer noch schreibt und singt): „Ist das wieder so ne Phase … oder bleibt es für immer so stehn, werd ich jemals noch in diesem Leben wieder aufstehn, mich anziehn und auf die Straße gehn…“ (in voller Länge zu finden nur unter Spotify!). Die Einspielung von Rocko’s Hintergrundband über Skype funktioniert zwar musikalisch gar nicht, aber das ist total egal, es geht hier nicht um musikalische Qualität im Vortrag, sondern um das Da- und Hiersein…

Grandios sind die unter dem Tarnnamen Kevin Bock geschriebenen schlechten Buchanfänge. Kevin Bock hat diese an Verlage geschickt, um sie dann zusammen mit den Absagen (… lassen sie sich von der Absage nicht abhalten weiter zu schrieben und versuchen sie es auf jeden Fall bei einem der anderen großen Verlage noch mal…) zu veröffentlichen . Auch schlechte Buchanfänge müssen aber erst einmal geschrieben werden und sind, wenn sie von Schamoni vorgetragen werden, zum quieken komisch. Wirklich „weak“ und sehr lustig: „Immer Ärger mit Herr Berger“. Die Geschichte vom Hund „Herr Berger“ hat die Verlage nicht mal mehr zu Absagen motivieren können… Schräger und sehr heiterer Ausklang eines launigen, erfrischenden, komischen Abends.

Rocko, bitte behalt die Punkstadt München als Station in deinen künftigen Welttourneen… – wir wären hocherfreut und danken es mit Treue.

Zum Abschluss noch ein offizielles Rocko Schamoni Video:

Dies und DasKunst

Was tun im August in München? Kunst schauen und Eis schlecken…

August 8, 2015 — by Juli Tributs0

Es ist August. Es ist irre heiß. In München sind Sommerferien. Theater findet gerade woanders statt. Theaterkritiker haben es ziemlich gut, sie tummeln sich auf den diversen Festivals (z.B. Salzburger Festspiele, Ruhrtriennale). Juli Tributs ist in München. Und sucht nach Erlebnis-Alternativen. Es ist ja nicht so, dass einem nichts anderes als Theater einfällt!

Worüber macht man sich also am Ende einer heißen Woche, am späten Nachmittag bei fast 40 Grad, Gedanken? Über Eis… Über die nächste Wasserstelle, die man mit möglichst wenig Anstrengung erreicht und in die man seine Füße hängen kann… Über Terrassen, auf denen man mit einem kühlen Getränk in der Hand abhängen kann. Über sehenswerte Ausstellungen in klimatisierten Museumsräumen… Also, eins nach dem anderen:

Haidhausen hat eine neue Eisdiele!! Das Eis schmeckt köstlich und wer in seinem Viertel noch kein Eis aus echten Zutaten (nicht aus Pulver) hat, der kann zur Wörth-/Ecke Preysingstraße pilgern und sich dort ein paar riesige Kugeln abholen. Ich wage es mal zu sagen: Ich glaube es sind die größten Kugeln für das wenigste Geld in ganz München. Und es ist yammiiii…

Eisdiele in Handhohen München
Chocolatte Eis in der Wörthstraße

So erfrischt schnappt man sich aus dem Kühlschrank einen gekühlten Wein, packt die Badehose ein und radelt zur Isar. Das ist nun wahrlich keine neue Idee. Aber immer wieder eine gute! Ich garantiere, jeder findet dort noch (s)einen Platz, mal mit mehr und mal mit weniger Grillrauchschwaden, mal mit, mal ohne Musik. Und in jedem Fall ist die Isar schön kühl, man kann die Füße oder den ganz Körper eintauchen. Und nach Einbruch der Dunkelheit wird es sogar an einem Tag wie gestern (Freitag, 7. August) angenehm kühl. Und von dem Abend hat man auch am nächsten Tag noch was, meine Haare duften nämlich immer noch nach Grillkohle.

Isarauen in München
wir lieben unsere Isar

Wer über Donnerstagabende im August nachdenkt, der möge an die Goldene Bar im Haus der Kunst denken. Die riesige Terrasse mit den Wahnsinnssäulen öffnet sich auf der einen Seite zum englischen Garten, das bringt grüne Frische in das sonst urbane Ambiente. Es loungt sich ganz toll da, auch wenn das Abhängen in der Goldenen Bar seinen Preis hat. Zwei Gläser Weißwein, 18 Euro. Aber wir sind hart im Nehmen, sparen können wir an der Isar. Wenn es schön in der Bar ist und ein cooler DJ coole Musik von Platte auflegt, dann zahlen wir dafür jeden Preis. Dass es super da ist, haben natürlich viele andere auch kapiert. Es ist zum „sunny open air dj“ bis 22 Uhr gerappelt voll. Macht aber nix, es verteilt sich und die Leute kommen und gehen. Und wem es doch zu hipp und zu cool ist, der hüpft schnell zum Chinesischen Turm, immer noch einer meiner Lieblingsbiergärten in München. Lebendig, international und schön grün mitten in der Stadt.

Noch besser ist es, wenn man vor der Goldenen Bar am Donnerstag in eine oder mehrere Ausstellungen im Haus der Kunst geht (schafft man aber zeitlich nicht in einer Stunde!!). Am Donnerstag hat das Haus der Kunst, für alle denen es entgangen ist, nämlich bis 22 Uhr auf! Meine aktuelle Lieblingsausstellung dort ist die Tourneeausstellung des Goethe-Instituts (noch bis 11. Oktober 2015): „Geniale Dilettanten. Subkultur der 1980-iger Jahre in Deutschland„. Die Ausstellung präsentiert Bands der Subkultur, darunter die Einstürzenden Neubauten, Die Tödliche Doris, Der Plan, Freiwillige Selbstkontrolle (F.S.K.), Palais Schaumburg und Deutsch Amerikanische Freundschaft (D.A.F.). Es gibt von all diesen Bands Musikvideos. Es gibt Filme über die Musiker, Interviews, etc. Es hängt bildende Kunst aus der Zeit (Penk!) und es steht Möbeldesign aus der Zeit. Und für Fans: Die DDR-Band Ornament & Verbrechen ist dabei!! Für mich war das eine super spannende Reise in eine Zeit, die ich leider nicht erlebt habe, die ich aber sehr gerne erlebt hätte (ich war 1981 gerade mal 7 Jahre alt). Das waren coole Zeiten. Echt explosive Kreativität. Die Ausstellung ist absolut sehens- und hörenswert. Und wer den Gang ins Haus der Kunst bis Oktober nicht schafft, dem empfehle ich einen Besuch der Website vom Haus der Kunst, da sind einige Filme und Videos zu sehen!

Kunst gibt es aber nicht nur im Museum. Sondern auch in Galerien! Sehr schön und sehenswert ist die aktuelle Ausstellung „Cubanspaces“ mit Arbeiten von Katarzyna Badach (Malerei), Nathalie Grenzhaeuser (Fotografie) und Adidal Abou-Chamat (Video) in der Galerie Christa Burger (Theresienstraße 19, noch bis 25. September 2015). Die Künstler setzen sich in ihren Arbeiten mit dem urbanen Raum in Havanna und anderen Regionen Kubas auseinander, jeder auf seine Weise. Das ergibt ein eindrucksvolles Panorama der sich im Umbruch befindenden Insel. Die Fotos von Nathalie Grenzhaeuser zeigen Themenparks, Stadien, Promenaden, Volksfeste und öffentliche Plätze mit Denkmälern. Man kennt diese Orte, die mit großem sozialistischem Pathos daher kommen, aus den Ostblockländern, nur sind sie in Kuba wieder ein bisschen anders… verfallen stehen sie bizarr im karibischen Ambiente. Das ist schön zu sehen.

Sehr gefallen haben mir die Arbeiten von Katarzyna Badach. Ihre Malerei- und Aquarellarbeiten erwecken auf den ersten Blick den Eindruck von farbenfroher Karibik. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man, dass es sich um verfallene, verlassene Orte handelt. Es sind keine Blumen, sondern abgeblätterte Wandflächen einer alten Fabrik oder eines aufgegebenen Hotels. Jeder der Kuba kennt weiß, wie viel Realität diese Bilder zeigen und kennt den ganz eigenen Reiz, den die Verfallenheit der Orte entfaltet. Aber schaut selber! Die Galerie ist den ganzen August über offen.

Und es gibt natürlich auch noch viel mehr. Das war nur meine Auswahl der letzten Tage. Und der August ist noch nicht zu Ende! Also werft euch in die Fluten der Isar und ins Getümmel der Goldenen Bar. Hüpft in die Galerien und schleckt zwischendurch ein Eis. Sommer Juhu!

 

Kunst

MaximiliansForum: Kühler Ort für Kunst im Untergrund von München

Juli 1, 2015 — by Juli Tributs0

Kunst im MaximiliansForum – Passage für interdisziplinäre Kunst

Es wird heiß die nächsten Tage in München. Perfekt für eine kurze Verschnaufpause im Münchner Untergrund. Es locken die gelben Schilder, die den Namen des städtischen Kunstraums für die angewandten Künste sowie für interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte tragen:  MaximiliansForum.

Es geht an vier Abgängen runter, direkt unter die Maximilanstraße. Man betritt eine kühle und wunderbar im Design der 70er Jahre hellblau gekachelte Fußgängerpassage, die seit den 70ern der Kunst dient. Die Rolltreppen sind außer Funktion und wild von Pflanzen überwuchert. Das allein hat schon eine starke Ästhetik, die in gutem Kontrast zur sonst modern durchgestylten Fassadenwelt der großen Marken in der Maximilianstraße steht.

MaximiliansForum, städtischer Kunstraum
Untergründiges MaximiliansForum in München

Nun gibt es dazu aber auch noch zwei sehr sehenswerte Projekte zu sehen.

Noch bis zum 26. Juli 2015 läuft hier die Zweikanal-Videoanimation „The very moment“ der Künstlerin Veronika Veit. Die Installation passt perfekt in den Raum. Das Video zeigt eine Szenerie, in der sich die Zeit ineinander faltet. Eine Frau bewegt sich, so wie auch ihre Katze, im Zimmer und begegnet sich scheinbar immer wieder selbst. Es gibt kein Vorher oder Nachher, sondern nur den einen Moment. Das ist schön und zugleich auch witzig anzuschauen. Man beobachte die Katze! Die Ohren bekommen coolen Klangsound, der im Untergrund ganz besonders zur Wirkung kommt. Dazu gibt es noch recht theoretische Überlegungen zur Quantenphysik und zum Zeitmodell der Unschärferelation. Anschauen und Anhören lohnt sich.

Veronika Veit im MaximiliansForum
„The very Moment“ – Videoinstallation von Veronika Veit

Gegenüber schaut man auf ein Projekt der TU München: C9 layer_department of architecture_TUM. Erster Sinneseindruck kommt von der Nase: es riecht nach Erde und nach Champignons. Erst nach und nach erschließt sich, dass der Glaskasten vor einem tatsächlich voller Erde ist und aus der Erde vereinzelt Pilze wachsen. Das alles wirkt im ganzen Kunstzirkus wunderbar erdig und geerdet. Ein pilziges, landschaftsplanerisches Experiment der Fakultät für Architektur der TU München.

MaximiliansForum zeigt: layer_department of architecture_TUM
Da wächst der Pilz! Projekt layer_department of architecture_TUM

Hier rennt die Zeit zum Anschauen davon – das Projekt endet nächsten Dienstag, dem 7. Juli 2015. Es gibt ab 19 Uhr die Abschlussveranstaltung mit Pilzverkostung!

Also noch schnell hin, bevor die Pilze verspeist sind.

 

Kunst

Lenbachhaus präsentiert Kunst nach 1945 neu: „So ein Ding muss ich auch haben“

Juni 23, 2015 — by Juli Tributs0

Wer denkt, die Sammlung zeitgenössischer Kunst (Kunst nach 1945 bis heute) im Lenbachhaus hat er schon gesehen und spart sich so die nächsten Jahre einen Besuch, der irrt! Man muss auch nicht mehr auf neue Ausstellungen im Kunstbau warten, nur um danach – zur Hebung der guten Laune -noch schnell zu den Objekten von Erwin Wurm ins Lenbachhaus rüber zu hüpfen. Nein, man kann einfach den seit Mai diesen Jahres neu konzipierten Bereich „Kunst nach 1945“ im 1. Stock besuchen. Und so schnell, wie die letzten zwei Jahre nach Wiedereröffnung des Lenbachhauses vergangen sind, vergehen auch die nächsten zwei Jahre bis zur angekündigten nächsten Neukonzeption. Sure.

Im Mittelpunkt der neuen Präsentation steht der Laden 1975-2015 von Hans-Peter Feldmann. Feldmann hat seit 1975 in seinem Laden in Düsseldorf tausende von kleinen, mal mehr mal weniger kitschigen Objekten gesammelt. Nun hat er seinen Laden in die Museumssammlung des Lenbachhauses überführt. Dort steht er nun und ist voll mit allerlei Krimskrams, angefangen von Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald über knall-bunte Nippes-Highheels, coole Autos im Miniformat bis zur quietsche-gelben Plastikente.

Mir persönlich reicht darauf ein kurzer Blick. Ich genieße die Räume, die der Münchner Urban Land Art gewidmet sind und neben den Werken von Hannsjörg Voth auch Arbeiten von Michael Heizer zeigen, die während seines Münchenaufenthalts in den siebziger Jahren entstanden sind.

Michael Heizer Munich Urban Land Art
Michael Heizer Munich Depression und Munich Optical Painting I

Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf die Münchner Malereigeschichte von der Nachkriegszeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Ein Raum zeigt ausschließlich Werke der Münchner Künstlergruppe SPUR. Besser gefallen mir die Arbeiten von Asger Jorn, einem dänischen Künstler, der etwa zur gleichen Zeit wie SPUR in München aktiv war.

Asger Jorn, Modification, Two Penguins, Lenbachhaus
Asger Jorn, Modification, Two Penguins

Asger Jorn und Jacqueline de Jong haben in ihrer Münchner Zeit auch den Film „So ein Ding muss ich auch haben“ (Regie: Albert Mertz) produziert. In dem schießt ein Kind immer wieder einen Ball vom Balkon auf die Straße, der dann von einem Mann, immer wieder hochgetragen wird. Endlosschleife wird hier gespielt. Das ist witzig. Der Film gibt der aktuellen Präsentation ihren Titel.

Es gibt eine schöne konzeptuelle Neuerwerbung von Andrea Büttner zu sehen, die einen ganzen Raum gestaltet hat.

Andreas Büttner im Lenbachhaus
Andreas Büttner, Brown Wall Painting

Ich mag auch die Malerei der Münchner Künstlerin Hedwig Eberly.

Hedwig Eberle im Lenbachhaus
Arbeiten von Hedwig Eberle

Und den Raum mit den Werken von Heinz Butz.

 

Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen. Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auf dem Weg nach draußen, unten im Erdgeschoss, kommt man noch an einer Arbeit von Judith Hopf vorbei, sie hat dem Lenbachhaus ihre Schafe geschenkt.

Judith Hopf im Lenbachhaus
Judith Hopf, Untitled (Sheep), 2013

Also, zwei Jahre Zeit ins Lenbachhaus zu gehen. Schaut die neue Sammlungspräsentation. Es lohnt sich.

Kunst

Louise Lawler’s „No Drones“ neu im Museum Brandhorst

Juni 12, 2015 — by Juli Tributs0

Es gibt eine neue Rauminstallation von Louise Lawler im Museum Brandhorst: – No Drones-

Die Arbeit ist fantastisch. Ein erster oder erneuter Besuch der Museumsräume lohnt sich allein wegen dieser beeindruckenden Arbeit.

No Drones Installation von Louise Lawler im Brandhorst Museum München
No Drones Installation von Louise Lawler im Brandhorst Museum München

Warum ist es toll?

Louise Lawler fotografiert bereits existierende Kunstwerke und setzt ihre Fotos dann in einen eigenen, neuen Kontext. Sie denkt die Ideen in den bestehenden Werken weiter und denkt sie aktuell. Durch eine neue andere Präsentation der Fotos schafft sie neue Kunst und, wie ich finde, bessere, interessantere Kunst.

Für No Drones hat sie zwei Gemälde von Gerhard Richter fotografiert, „Mustang-Staffel“ (ein Bild das viele kleine Kampfbomber zeigt) und „Schädel“. Konzeptionell interessante Nebeninformationen sind, dass sie die Fotos aufgenommen hat in der Geburtsstadt von Richter, als seine Arbeiten dort im Albertinum ausgestellt sind; Dresden wurde im 2. Weltkrieg extrem bombardiert und – samt Albertinum – massiv zerstört.

Vor dem Foto, welches hier als riesige Wandtapete verzerrt präsentiert wird, hängt eine silberne Diskokugel, die fast bis zum Boden reicht; sie ist Sinnbild für die durch Bomben verursachte Zerstörung. Alle zwanzig Minuten beginnt ein Lichtspiel im Raum. In diesem zielen rote und grüne Strahlen wie Laserwaffen oder Nachtsichtgeräte Punkte auf die Wände … Simultan geistern weiße Lichtpunkte durch den Raum, wie in der Disko, aber auch wie Blitzlichtgewitter; mit ihnen werden Medien und Berichterstattung versinnbildlicht.

Sie schafft durch diese Art der Präsentation ihrer Fotos von Richter’s Bildern einen ganz neuen Bezug, der über die Kriegskritik hinaus in aktuelle Medien- und Kulturkritik mündet.

Wem das nun alles zu theoretisch ist, der sei beruhigt: Man kann die Installation auch einfach nur anschauen und ohne jede weitere Erklärung gut finden. Die US-amerikanische Künstlerin Louise Lawler ist übrigens Jahrgang 1947 und ich bin beeindruckt, wie modern und zeitlos sie arbeitet. Kunst hält jung!

Das Foto in diesem Blog ist natürlich bei Weitem nicht so gut wie die Installation in echt und zeigt auch nur einen Teilausschnitt. Der Besuch ist daher ein Muss.

Danach gibt es dann keine Bomben- oder Diskokugeln, sondern Eiskugeln bei Balla Beni, direkt gegenüber vom Museum Brandhorst. Oder einen Kaffee im „Horst“, dem sehr ästhetischen Museums-Café. Allein schon die Namensgebung Horst verdient Lob.

 

 

 

 

 

 

Kunst

ArtMUC 2015 – Kunst aus München auf der Praterinsel

Mai 19, 2015 — by Juli Tributs0

Und wieder ist Kunstmesse in München. Same place, same environment… wie vor zwei Wochen, als die STROKE Art Fair stattfand. Also auf zur Praterinsel in München zur ArtMuc, an einem Wochenende im Mai, es gibt Kunst aus und um München. Die rund 100 Künstler, von einem Creative Board aus wohl sehr sehr viel mehr Bewerbern ausgewählt, sind anwesend. Es sind auch lokale Galerien präsent und auf Einladung der Messe die Klasse Anke Doberauer der Akademie der Bildenden Künste München.

Der Rundgang geht los. Ich bin erstaunt, viel interessante Kunst in München entsteht. Und wie nah und unmittelbar es auf der Messe zugeht. Wer sich nicht traut – so wie ich – die Künstler anzusprechen, der wird von ihnen angesprochen, wenn er nur lange genug vor einem Werk verweilt. Ich verweile tatsächlich recht oft, weil mir gefällt was ich sehe. Es sind nicht nur die ganz großen raumfüllenden Arbeiten die einen gefangen nehmen, wie Aura, eine Installation der Klasse Anke Doberauer:

Aura, Installation Klasse Anke Doberauer, Akademie der Bildenden Künste München
Aura, Installation Klasse Anke Doberauer, Akademie der Bildenden Künste München

oder die Videoinstallation Replex #2 Horizontal von BettyMü, eingehüllt in den Sound von Limb:

Es gibt auch kleine exquisite Arbeiten zu entdecken. Auch wenn vielleicht nicht alles so großartig ist, wie die Malerei, die derzeit in New York entsteht und die im Kunstmuseum Bonn (New York Painting, bis 30.08.2015) zu sehen ist – München muss sich nicht verstecken. Mir gefallen viele Arbeiten. Und jeder hat ja sowieso seinen ganz persönlichen Geschmack!

Zuallererst nehmen die sehr hübschen Leuchtkästen (dancer in the dark) von Sonja Herpich meinen Blick gefangen. Sie hat sich fotografisch mit Schnee befasst, der wird auf Aludibond im Leuchtkasten dann ganz wunderbar von hinten zum Leuchten gebracht. Und schon denke ich, was ich immer denke, wenn mir etwas gefällt: Das will ich haben! Gleich weiter geht es mit den faszinierenden kleinen Objekten (aus der Serie Ordnung ist das halbe Leben), die die Künstlerin Andrea Mähner als Ergebnis ihrer Lust an mathematischen und geometrischen Konstellationen aus allerlei naturgegebenen Materialen bastelt. Das sieht dann, neben der Ernsthaftigkeit, die der Konzeptkunst (bei ihr „Zahlart“) anhaftet, auch entzückend aus und ist bei oder wegen aller Mathematik dahinter auch sehr witzig.

Ich schlendere weiter, fühle mich schon jetzt bestens aufgehoben auf der ArtMUC und komme zu den White Rooms von Thiemo Kloss. Fotos uniformer Menschenszenen mit Gefängnischarakter. Er fügt mehrere Ebenen auf Alexi hintereinander – da wird das Foto zum Raum. Mir gefällt die Malerei von K.di Parenzo Jordan, die mit ihren neuen Bildern eine Mischung aus Maria Lassnig und Frida Kahlo schafft. Und es geht immer weiter. Es kommen Arbeiten von Christian Kreisel, der einige Bilder aus der Serie Heimat zeigt und neue Arbeiten auf einer Collage aus Mosaik und Spray und irgendwie an die Münchner Surferszene erinnert.

Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen und zu entdecken, der Raum dieses Blogs reicht dafür nicht aus.

Mir hat es noch eine junge Fotografin angetan, Julia Schneider, die mit ihren auf der Messe ausgestellten Fotoarbeiten aus der Serie „snapshot memories“ an William Eggleston erinnert. Fotografien zufälliger Szenerien paaren sich durch ihre spätere Auswahl und so entstehen schöne Bezüge. Eines ihrer Fotopärchen hängt (fast, noch stehen sie) nun auch an meinen Wänden:

Abenteuer Straße
„snapshot memories“ Abenteuer Straße

Für mich ist der Messebesuch eine wunderbare Erfahrung. Was macht es nun aber aus, worin liegt der Unterschied dieser ArtMuc zu Galeriebesuchen? Die Messe macht mich als Besucher nicht nur zum Betrachter, sondern zum Teil des Programms, hier gibt es Kunst, die ich sofort mitnehmen kann, unspektakulärer präsentiert als in einer Galerie. Kunst kaufen kann ich natürlich auch in Galerien, aber da bin ich als potentieller Käufer mehr im Fokus des Galeristen, ich habe weniger Auswahl, ich habe keinen Kontakt zum Künstler. Auf der Messe bin ich durch die Masse der Besucher geschützt, ich kann schlendern und schauen… was sich dann nach ganz viel Kunst im Hirn als Idee einnistet und auch über Nacht noch da bleibt, das ist es dann….

Der nächste Unterschied für mich ist bei dieser Messe die direkte – gleichwohl nie ausgesprochene – Einladung des Künstlers (nicht des Galeristen!!) zum Talk und zum Kauf. Sie sind häufig genau so schüchtern wie man selber, man nimmt zart Kontakt auf, die Messe macht uns zu Komplizen: Ich bin kein erfahrener Sammler, nicht alle Künstler sind erfahrene Verkäufer. Sie erklären ihre Kunst selbst am besten und so entsteht eine Annäherung der eigenen Art. Und sammeln will man doch Arbeiten der Künstler, nicht der Galeristen. Der direkte persönliche Kontakt eröffnet erst den Bezug, und mag man die Kunst und den Künstler dann ist die Entscheidung zum Kauf viel leichter, jedenfalls geht es mir so. Und es ist doch in Ordnung, wenn es bei Kunst in zweiter Linie auch darum geht, dass mal einer ein Kunstwerk erwirbt.

Wem das jetzt alles etwas zu kommerziell ist: mich hat der Umstand, dass ich auf einer Messe war, zum Nachdenken darüber gebracht. Eines ist ja klar, in allererster Linie geht es um Betrachten und Genießen von Kunst und den Austausch darüber. Und weil der mit den Künstlern so gut klappt und diese einem auf der Messe so nah wie sonst kaum kommen, finde ich das Konzept dieser Messe, die Künstlern und Besuchern diese Plattform bietet, super.

Hoffentlich findet sie nächstes Jahr (das wäre das dritte!) ihre Fortsetzung.

 

Kunst

STROKE: Kunst für das 21. Jahrhundert in München

Mai 6, 2015 — by Juli Tributs0

Wie gut, dass es am 1. Mai in München wie aus Kübeln geregnet hat! Sonst wäre ich möglicherweise nicht auf die STROKE gegangen und hätte möglicherweise ein Bild weniger in meiner Wohnung…

Wie viele Menschen nun an einem solchen Tag ihr Herz für urbane und junge Kunst entdecken. Es ist absolut faszinierend. Die STROKE auf der Praterinsel in München war am Freitagnachmittag so überfüllt, dass man Schlange stehen musste, um die Kunst genauer betrachten zu können. Aber: das ist ganz egal, es lässt sich ausblenden, man kann sich einfach durchwühlen.

Es macht mich sogar froh – es ist gut für die Kunst und die Künstler und ja, auch für ihre Galeristen. Ist das nicht ein toller Erfolg für eine abgefahrene Kunstmesse, die es seit gerade mal 2009 gibt und die von Marco und Raiko Schwalbe gegründet wurde, weil sie sich trotz jahrelanger Galeriearbeit die Gebühren für die großen etablierten Kunstmessen nicht leisten konnten. Ihr Ziel war es, „einen idealistischen und vor allem unbelasteten Blick auf junge Kunstentwicklungen zu ermöglichen“. Und das haben sie erreicht, finde ich! Kritik, die Messe sei zu kommerziell geworden, zu viele Galeristen zu wenig Künstler, wird dem Anspruch einer Messe nicht gerecht. Wichtig ist doch, dass die Künstler auch ein Forum haben für Sammler und eine Chance, ihre Werke nicht nur zu zeigen, sondern auch zu verkaufen. Und die Kritik mangelnder Qualität, naja, es gibt immer verschiedene Geschmäcker und es ist für jeden etwas dabei.

Über das Interesse an der Messe freue ich mich diebisch, weil ich beseelt bin von der Idee, Kunst zu unterstützen, damit sie sich entfalten kann. Weil ich und alle anderen Nichtkreativen die Kunst brauchen, sie unser Leben schöner, bunter und reicher macht. Und weil Künstler wiederum Sammler brauchen, die ihre Werke bestaunen, bewundern und eben auch mal kaufen.

Ich wiederum bräuchte für die Sammelei besser ein Schloss, statt der 50 qm Wohnung. Aber es findet sich auch an meinen Wänden immer wieder ein Plätzchen für Neues, wenn ich nur will…  Und ich wollte. Es kam spontan, ein Blick und alles war klar (auch wenn ich noch drei Runden durch die Messe brauchte, um meine Kaufentscheidung endgültig zu treffen). Faszinierend, wie ein Bild plötzlich im Kopf einen Haken setzt, trotz der tausend anderen Eindrücke, die auf einen einprallen. Kunst ist eben doch sehr individuell.

Attila Stark hat den Haken ausgeworfen, ein ungarischer Künstler, mit einem Bein noch fest im street art/comic underground von Budapest verwurzelt und mit dem anderen Bein schon in der ungarischen Kunstszene. Sein Galerist, Patrick Urwyler, Schweitzer Kunsthistoriker, der zusammen mit Bogi Mittich die Galerie Chimera-Project in Budapest betreibt, ist auch Fan von Attila und hatte kurz vor der Messe taufrische Bilder aus dessen Atelier geschnappt, um sie auszustellen. Und mit Erfolg. Nicht nur, weil ich jetzt Sammler bin. Was sich daraus alles ergeben kann. Ich kann nicht nur jeden Tag ein in Budapest gemaltes Bild ansehen und mich daran erfreuen. Ich kann auch verfolgen, was aus Attila wird, ich kann ihn vielleicht mal kennen lernen und ich habe eine junge engagierte Galerie in Budapest entdeckt, die mir gefällt und mit der ich in Kontakt bleiben möchte.

Mein frisch erworbenes Werk hängt auch schon:

Stroke 2015 in München
Infundibulicybe von Attila Stark

Und damit mein zweiter Liebling der Messe nicht zu kurz kommt, auch für ihn noch ein paar Zeilen. Ein Kolumbianer mit Wohnsitz, Werkstatt und Laden in Berlin, dem der Schalk aus den Augen springt und der sehr sehr lustige Objekte (Lampen und Stühle und vieles mehr) bastelt und mit viel Lust erklärt: El Reinventor. Für seine Objekte stellt sich mir wieder die Schloss-Frage…

Die STROKE für mich ein super Erlebnis. Es gab natürlich noch viel mehr Arbeiten, die mir gefallen haben. Aber ein Blog reicht dafür nicht aus!