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Film News

Juli’s Oscars

Februar 23, 2015 — by Juli Tributs0

The Oscar goes to… Ich hätte es nicht besser entscheiden können!!! Die Oscars gehen dieses Jahr an Filme, die auch für mich zu den besten des letzten Jahres gehören.

Bester Film, beste Regie, beste Kamera, bestes Originaldrehbuch:

Birdman von Alejandro González Iñárritu mit Michael Keaton als Birdman.

Der Film erzählt die faszinierende Theaterinkarnation eines ehemals ruhmreichen Hollywoodstars. Er ist menschlich, er ist irre, er ist faszinierend und inspirierend.

Ich habe jede Minute genossen. Toll, dass die Jury der 87. Oscarverleihung dies ähnlich sieht.

Boyhood von Richard Linklater. Bekommt weniger Oscars als er verdient hätte. Aber immerhin wird die spielerische „Lebens“leistung der wunderbaren Patricia Arquette belohnt. Sich als weiblicher Hollywoodstar in ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter beim Älterwerden über einen Zeitraum von 12 Jahre zuschauen zu lassen. Großartig. Und dann noch die emotionale, mutige, feministische Dankesrede bei der Oscarverleihung vor einem Millionenpublikum. Respekt! Gleichberechtigung ist immer noch nicht selbstverständlich. Beste Nebendarstellerin. Für mich der großartigste Film aus 2014.

The Grand Budapest Hotel von Wes Anderson. Was bleibt von diesem Reigen durch die wechselvollen Zeiten des Grand Hotels in Erinnerung? Eine wunderbare Film- und Kostüm-Kulisse. Dafür gab es die Oscars, nämlich für bestes Szenenbild, Kostümdesign und Make-up und Frisuren. Ist es nicht Wahnsinn, dass heute so eine Produktion in Görlitz, ehemals verschlafenster Zipfel der DDR an der Grenze zu Polen, entstehen kann? Mit deutscher Filmförderung und dem Studio Babelsberg als Co-Produzent. Deutschland ist Filmland. Jaaaaaa.

Wim Wenders… geht leider leer aus. Ich finde seine Salgado Dokumentation toll.
Er trägt es mit (allerdings sehr traurig aussehender) Fassung: „Das ist komplett überschätzt. Man ist kein besserer Mensch und kein besserer Regisseur, ob man ihn nun hat oder nicht. Im Gegenteil.“
Genau! Danke Wim Wenders für die schönen, anderen Filme.

Nicht für den Oscar filmen, sondern für uns, das Publikum. Weiter machen.

Theater News

Castdorfs Baal – Was tun mit dem Helikopter?

Februar 22, 2015 — by Juli Tributs0

Baal Inszenierung von Frank Castdorf am Residenztheater zum letzten Mal am 28.2. in München

Das hätte ein so schöner Abend werden können. Ich hatte mich auf viereinhalb Stunden Theaterwahnsinn á la Castdorf gefreut. Wollte mir dafür einen besonderen Tag heraussuchen, um munter und aufnahmebereit zu sein. Nun war der Suhrkamp Theaterverlag als Vertreter der Brecht-Erben schneller. Und ich zu langsam. Die Castdorf Inszenierung von Baal darf nur noch einmal in München gespielt werden, am 28.2.2015. Die Karten waren sofort ausverkauft. Wer es schafft, kann nach Berlin zum Theatertreffen fahren. Dorthin ist die Produktion als eine von zehn Inszenierungen des Jahres eingeladen und darf noch einmal in der Originalversion gezeigt werden.

Man könnte jetzt über das Theater hinter dem Theater räsonieren und mit Schlaumeiersätzen um sich werfen: Wie kann einem professionellen Haus so etwas passieren? Wie verträgt sich Urheberrecht überhaupt mit dem Theater. Will jemand den Baal in Urform heute noch sehen und hätte man das nicht alles wissen müssen, wenn Castdorf den Baal inszeniert? Ja ja im Nachhinein sind alle klüger. Das Urheberrecht ist nun mal geschützt und Werkänderungen bedürfen der Zustimmung der Rechteinhaber. Die gab es dann offensichtlich am Ende doch nicht. Hätte müsste könnte…

Eigentlich frage ich mich aber:

Wie geht es nun aber mit dem Helikopter weiter? Baal spielt bei Castdorf nämlich in Vietnam, „Apocalypse Now“. Heli steht nun untätig auf der Nebenbühne rum. War’s das? Wie kam er eigentlich durch das Dach? Und wie kommt er jetzt wieder raus?

Und wie geht es den Schauspielern, die für viereinhalb Stunden Aufführung geprobt haben und nun nicht spielen dürfen.

Wie schaut Baal aus, in dem kein Baal drin ist? Was macht das Resi nun aus dem Ding? Kann ich bald die Heli-Version ohne den Text von Brecht sehen?

Fragen über Fragen. Schauen wir.

Intro Kulturphorie

What makes Juli happy?

Februar 18, 2015 — by Juli Tributs0

Raus aus dem Haus! Und rein in das Kulturleben von München.

Wer mir dabei folgt, erlebt Theater, Kino, Kunst und alles was mit Kultur und den schönen Dingen des Lebens zu tun hat. Denn das ist es, was mich glücklich macht. Und davon sollen andere auch etwas haben.

Auf meinem Blog findet Ihr meine Empfehlungen für aktuelle Inszenierungen der Münchner Kammerspiele, des Bayerischen Staatsschauspiels mit dem Residenztheater, dem Marstall und dem Cuvilliéstheater, ebenso wie für sehenswerte Ausstellungen im Haus der Kunst, im Kunstbau oder anderen Münchner Museen. Wenn mir ein Kinofilm besonders gut gefällt, dann erfahrt Ihr es hier. Wenn mir sonst etwas begegnet, was Freude macht, ich erzähle es Euch.

Also Vorhang auf und los.

Eure Juli Tributs